Audioformate für Musikdateien: Zwischen Mp3, WMA und Wave

Geschrieben am 31.01.2011

Seit wir Musik auch in digitaler Form kennen, haben sich viele verschiedene Formate entwickelt. Einige haben die Musikindustrie revolutioniert. Wir blicken auf die wichtigsten Audioformate für Musikdateien.

Audioformate für Musikdateien © Flickr / matsuyuki

Die Mp3 ist eine deutsche Erfindung. Oft wird dies vergessen. Sie ist das wichtigste Audioformat für Musikdateien. Die Technik bedient sich eines ganz einfachen Tricks. Die Datenmenge des Musikstückes, welche für das menschliche Ohr nicht zu hören ist, wird einfach weggeschnitten. Dadurch werden die Daten extrem komprimiert und es wird viel Platz auf der Festplatte gespart.

Die Mp3: Eine deutsche Erfindung

Die Abkürzung Mp3 steht dabei für MPEG-1 Audio Layer III. Das Format wurde ab dem Jahre 1982 am Frauenhofer Institut in Erlangen entwickelt. Mitte der 1990er Jahre gewann die Mp3 immer mehr an Popularität. In der Folgezeit verändert sie die Musikindustrie für immer. Durch die geringe Datenmenge und die neuen technischen Möglichkeiten ließen sich Musikstücke jetzt im Internet abspielen, runterladen und verschicken. Der Siegeszug der Mp3 ist nicht mehr aufzuhalten.

Konkurrenzformate: Apples Mp4 und Microsofts WMA

Die beiden Konkurrenten Microsoft und Apple haben ihre eigenen Formate der komprimierten Musikdateien entwickelt. Microsoft führte das Format Windows Media Audio (kürzer auch WMA genannt) ein. Als Gegenstück zu diesem Format bevorzugt man bei Apple das Mp4 Format, welches eine AAC Datei ist. Apples Mp4 Dateien sind irreführend, da durch die Endung .mp4 (oder auch .m4a) noch nicht klar ist, was sich in der Datei befindet. Es handelt sich um eine Containerdatei, die sowohl Video als auch Musik beinhalten kann. Handelt es sich aber um ein Advanced Audio Coding (AAC), ist der Inhalt der Containerdatei Musik.

Das AAC-Format sollte als Nachfolger der Mp3 Dateien in Stellung gebracht werden und bietet eine höhere Qualität in Sachen Kompression und Geschwindigkeit. In Apples beliebtem iTunes-Store werden AAC-Dateien mit der Endung .mp4 verkauft.

Unkomprimierte Audioformate: WAVE und AIFF

Natürlich gibt es auch unkomprimierte Audioformate. Zu diesen zählen das Waveform Audio File Format (WAVE), welches von Microsoft und IBM entwickelt wurde. Aus dem Hause Apple gibt es auch hier ein Gegenstück, welches auf den Namen Audio Interchange File Format (kurz AIFF) hört. Bei diesen Formaten liegt die komplette Datenmenge vor und es ist kein Qualitätsverlust vorhanden. Natürlich sind diese Formate von der Datenmenge her umfangreicher. Die unkomprimierten Audioformate sind mit den Daten auf einer CD fast identisch.

Die Hersteller versuchen durch ihre eigenen Formate, den Kunden langfristig an sich zu binden. Probleme bereiten immer wieder Formate, die auf fremden Geräten abgespielt werden sollen. So waren lange Zeit viele Mp3-Player nicht in der Lage, eine von Apple komprimierte Datei mit der Endung .mp4 abzuspielen.

Verwandte Beiträge

Pingback & Trackback
am 31. Mai 2011 um 06:05 Uhr
Kommentar schreiben
Name

E-Mail (wird nicht veröffentlicht)

Webseite (optional)

Nachricht